26.04.2014Katastrophenschutz wird weiter modernisiert | Nr. 026/2014

Potsdam - Brandenburg verbessert die Ausrüstung der Katastrophenschutzkräfte. Innenminister Ralf Holzschuher übergab heute in Potsdam vier Wechselladerfahrzeuge und fünf Abrollbehälter mit Behandlungsplätzen für jeweils 25 Verletzte sowie 16 Mannschaftstransportfahrzeuge für Sanitätseinsätze bei Großschadenslagen und Katastrophen an die Landkreise. Gleichzeitig übernahm Brandenburg sieben neue Gerätewagen mit Sanitätsausstattung (GW San) vom Bund, die in Brandenburg an der Havel sowie in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming stationiert werden.

„Wir brauchen gut ausgerüstete Einsatzkräfte, um optimal auf die Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen vorbereitet zu sein. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Menschen in unserem Land“, betonte Holzschuher. Er verwies auf die vielfältigen Herausforderungen durch große Waldbrände und Hochwasser sowie schwerste Verkehrsunfälle oder mögliche Havarien technischer Anlagen. Die Bereitstellung von Einsatzfahrzeugen durch den Bund nannte er ein sichtbares Zeichen der gemeinsamen Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen beim Bevölkerungsschutz.

Der Innenminister dankte den zumeist ehrenamtlichen Feuerwehrleuten und Helfern für ihre jederzeitige Einsatzbereitschaft. „Der Hochwassereinsatz im Sommer vergangenen Jahres hat erneut die Gefahren vor Augen geführt. Er hat aber auch gezeigt, dass sich die Menschen in unserem Land in einer solchen Lage auf die Feuerwehren, Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr verlassen können. Der Hochwassereinsatz war ein gutes Beispiel für gemeinsames Zusammenwirken aller Kräfte zum Schutz der Bevölkerung.“ In Brandenburg stehen für Katastrophenschutzeinsätze rund 43.000 Feuerwehrleute sowie 1.900 Angehörige von Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk (THW) bereit.

Der Abteilungsleiter Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz im Bundesinnenministerium, Norbert Seitz, hob hervor, dass der Bund seine Prioritäten im Bevölkerungsschutz zum einen im Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Gefahren, zum anderen in der sanitätsdienstlichen Versorgung der Bevölkerung bei einem Massenanfall von Verletzten sieht. „Die medizinische Versorgung von Verletzten ist eine Kernaufgabe des Bevölkerungsschutzes und wird in militärischen Szenarien genauso benötigt wie in zivilen Katastrophen und Großschadenslagen“, sagte Seitz. Die ca. 1,7 Millionen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, auf die sich der Bevölkerungsschutz in Deutschland stützen kann, nannte Seitz „ein Markenzeichen unserer Gesellschaft und unseres Gemeinsinns, auf das wir stolz sein können“.

Der Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, erläuterte: „Mit den GW San haben wir ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass der Bund seine Ressourcen an die veränderte Bedrohungslage mit Massenanfall von Verletzten und komplexen CBRN-Lagen angepasst hat. Für die Hilfsorganisationen sind die Fahrzeuge und die Ausrüstung von großem Nutzen. Die Ausstattung hilft den vielen Helferinnen und Helfern ihre Aufgaben effektiv und effizient zu bewältigen und fördert damit auch das für den Katastrophenschutz so wichtige ehrenamtliche Engagement.“

Die Beschaffung der Wechsellader-Fahrzeuge, Abrollcontainer und Mannschaftstransporter im Wert von 2,3 Millionen Euro wurde mit Landesmitteln und Mitteln eines Sondertitels des kommunalen Finanzausgleichs im Umfang von 1,7 Millionen Euro unterstützt. Die Fahrzeuge sind für die Landkreise Barnim, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark und Uckermark sowie die kreisfreie Stadt Cottbus bestimmt. Zusammen mit den sieben Gerätewagen Sanitätsdienst des Bundes konnten damit Fahrzeuge im Gesamtwert von 3,4 Millionen Euro übergeben werden.

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Katastrophenschutz wird weiter modernisiert

Verantwortlich: Ingo Decker

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