10.01.2017Brandenburg übernimmt für zwei Jahre den Vorsitz des Lenkungsgremiums Geodateninfrastruktur Deutschland | Nr. 005/2017

Potsdam - Dem Land Brandenburg obliegt in den Jahren 2017 und 2018 der Vorsitz des Lenkungsgremiums Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE). Vorsitzender des Gremiums ist Lothar Sattler vom brandenburgischen Ministerium des Innern und für Kommunales.

Die GDI-DE ist ein Vorhaben von Bund, Ländern und Kommunen. Sie hat zur Aufgabe, raumbezogene Daten (sogenannte Geodaten) von Bund, Ländern und Kommunen im Rahmen einer webbasierten, vernetzten und auf Standards beruhenden Geodateninfrastruktur effizient und innovativ bereitzustellen. Das Lenkungsgremium steuert und koordiniert die GDI-DE. Damit schafft es Voraussetzungen für bundesweit einheitliche Verfahren bei der Sammlung von Geodaten.

Innenstaatssekretärin Katrin Lange hob die Bedeutung der Geodatennutzung für Bürgerinnen und Bürger, Politik, Verwaltung und Wirtschaft hervor. „Ohne Geodaten geht heute gar nichts mehr. Sie sind eine wichtige Informationsquelle und beeinflussen maßgeblich unsere Entscheidungen. Nicht nur die Routennavigation sondern auch beispielsweise die Hochwasserbekämpfung, Aufgaben im Bereich Umweltschutz, die Unterstützung der Bewältigung der Flüchtlingsströme oder aber die Begleitung infrastruktureller Planungen sind ohne Geodaten nicht mehr denkbar.“

Lange betonte weiter, dass auch die Vernetzung von europäischen Geodaten zur Aufgabe der GDI-DE gehört. Die GDI-DE ist damit Teil der europäischen Geodateninfrastruktur, die über die EU-Richtlinie INSPIRE umgesetzt wird. „Auch die Nutzung europäischer Geodaten stellt einen unverzichtbaren Mehrwert für unser Leben dar. Nehmen wir zum Beispiel das Thema Hochwasser. Wir wissen alle, dass Hochwasser nicht an Landesgrenzen stoppt. Die Grenzen überschreitende Nutzung von Geodaten ermöglicht eine bessere Bekämpfung von Hochwasserlagen in Europa.“

Hintergrund

Auf Grundlage einer Initiative der Europäischen Kommission, der sogenannten Infrastructure for Spatial Information in the European Community, kurz INSPIRE, soll eine europäische Geodateninfrastruktur geschaffen werden. Seit dem 15. Mai 2007 sind alle Mitgliedstaaten der EU gemäß der INSPIRE-Richtlinie verpflichtet, Geodaten in vielfältigen Themenbereichen stufenweise einheitlich über Online-Dienste bereit zu stellen. Damit soll unter anderem die Grundlage für eine gemeinschaftliche Umweltpolitik geschaffen werden.

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei:
Brandenburg übernimmt für zwei Jahre den Vorsitz des Lenkungsgremiums Geodateninfrastruktur Deutschland

Verantwortlich: Ingo Decker

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