17.02.2017Experten verständigen sich über Ausbau der Geodateninfrastruktur in Deutschland | Nr. 014/2017

Experten von Bund, Ländern und Kommunen haben sich bei zweitägigen Beratungen unter Vorsitz Brandenburgs in Potsdam über die Grundzüge des weiteren Ausbaus der Geodateninfrastruktur in Deutschland verständigt. Zugleich unterstrichen die Mitglieder des Lenkungsgremiums Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) die Notwendigkeit einer ausreichenden finanziellen Vorsorge für eine ständige Aktualisierung der Datenbestände und deren Ausbau.

„Das Lenkungsgremium hat die Leitplanken für eine künftige Aufgabenplanung eingezogen. Damit wird vor allem auch sichergestellt, dass die EU-Richtlinie für den Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur in Deutschland fristgerecht bis 2020 umgesetzt werden kann“, sagte der Vorsitzende des Lenkungsgremiums, Lothar Sattler, heute in Potsdam. 

Dazu zählt unter anderem die Entwicklung und Implementierung der nationalen technischen Komponenten, die Sicherstellung des Betriebs und die Erschließung weiterer Anwendungsfelder für Geodaten. Damit soll sichergestellt werden, dass Geodaten in Deutschland und grenzüberschreitend für viele Verwaltungsentscheidungen, aber auch für Wirtschaft und Wissenschaft besser verfügbar werden.

Gerade in Brandenburg mit seiner Grenze zu Polen wird die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden Nutzbarkeit von Geodaten besonders deutlich. Geodaten sind inzwischen auf praktisch allen Feldern eine zentrale Grundlage für Planungs- und Entscheidungsprozesse. Die dauerhafte Herausforderung ist es, den Geodatenbestand stets aktuell zu halten. Schon der Bau eines Hauses, einer Straße oder die Veränderung eines Flusslaufs machen einen Teil der Geodaten wertlos und verlangen Aktualisierungen.“, sagte Sattler.

Hintergrund

Die Geodateninfrastruktur ist das Netzwerk zum Austausch von Geodaten. Die GDI-DE ist Teil der europäischen Geodateninfrastruktur, die über die EU-Richtlinie INSPIRE umgesetzt wird.  Mit INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in the European Community) soll eine europäische Geodateninfrastruktur aufgebaut werden. Laut der Richtlinie sind alle EU-Staaten seit dem 15. Mai 2007 verpflichtet, Geodaten in vielfältigen Themenbereichen stufenweise einheitlich über Online-Dienste bereit zu stellen.

Weitere Informationen unter
www.geoportal.de/DE/GDI-DE/gdi-de.html?lang=de.

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Experten verständigen sich über Ausbau der Geodateninfrastruktur in Deutschland

Verantwortlich: Ingo Decker

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